Lebensmittel für die Hungernden in Unter Racaciuni (aktuell)
Lebensmittelhilfe für Unter-Racaciuni in Ostrumänien
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Dorfbewohner sehr verarmt … am schlimmsten ist jedoch der Hunger, so der Pfarrer
Als vorübergehende Hilfe veranlassten wir zum Weihnachtsfest in 2006 und 2007 die Aufgabe von Öl, Reis, Zucker, Nudeln, Weizenmehl und Konserven. Es war eine große Freude und Glück unter den Menschen vor dem Weihnachtsfest. Dort sind von Zeit zu Zeit, je nach Arbeits- und Witterungslage Lebensmittelhilfen permanent notwendig. Insbesondere dürfen die verarmten alten Bürger nicht vergessen werden.
Je östlicher umso erbärmlicher der Armutsstand", so die Worte von Imre Kolumban, dem Direktor unserer Partnerstiftung "Straßenkinder-Stiftung" in Miercurea Ciuc/Mittelrumänien. … und diesen Notstand sollten wir bald kennen lernen. Durch unser Projekt "Renovierung der Lehmhäuser in Unter-Racaciuni" nachfolgend näher beschrieben, waren wir selbst am Ort und bekamen wir mit den Dorfbewohnern in Unter-Racaciuni" persönlichen Kontakt und erlebten deren pure Armut … Doch das schlimmste, so schilderte uns unser Vertrauter Herr Imre Kolumban von unserer Csibesz-Stiftung ist der permanente Hunger der Kinder. Er fuhr weiter fort und erzählte sehr erschöpfend sowie ergreifend: "Die Menschen in Racaciuni sind noch viel ärmer als wir bei uns in Miercurea Ciuc. Die Familien hier haben bis zu 12 Kinder. Diese Familien sind ganz bedürftig. Nicht einmal zum Essen haben sie genug. Die Arbeiter aus diesen Familien gehen oder fahren mit Karren zur Stadt Bacau oder zu dem Umfeld und verdienen dort ganz wenig. Sie bleiben wochenlang von zu Hause weg und kommen mit sehr wenig Geld zurück. Einige kehren gar nicht zurück - es ist ein sehr trauriges Leben dort." Diese Lage macht es erforderlich in besonderen Situationen Lebensmittelhilfen zu veranlassen - Hierzu benötigen wir Ihre Hilfe.
Foto-Dokumentation:
» Überlebenshilfe für Unterraccacuni in Ostrumänien
Racaciuni in Ostrumänien - ein Armenhaus Rumäniens
Pater Manuel, ein zuverlässiger Partner
- Projektgemeinschaft seit 3 Jahren
Große Straßenkinderproblematik / wir waren dort Familien mit 5 bis 12 Kindern hoffnungslos verarmt! Zustand der Berufsschule in Racaciuni macht Unterrichtung unmöglich!
"Je östlicher, je erschütternder der Armutsstand", so die Worte von "Pater Manuel Oliveira" Verantwortlicher der Kongregation "Arme Diener der Göttlichen Vorsehung" in Rumänien. Dieser Pater Manuel hatte sich mit seinen Glaubensbrüdern zur Aufgabe gemacht, für Kinder und Jugendliche in diesem katastrophalen Bereich extremer Bedürftigkeit gemäß den Erfordernissen verfügbar zu sein. Die soziale Arbeit erstreckt sich von der Unterbringung, Beschulung, und Erziehung bis zum Abitur im eigenem Gymnasium oder einer vollwertigen Berufsausbildung. Der östliche Bereich Rumäniens um Roman/Bacau/Racaciuni
hat den größten Waisen- und demzufolge Straßenkinderanteil und in der Regel Familien mit 5 bis 12 Kindern. Für diesen Zweck errichtete er mit Hilfe seiner Glaubensbrüder ein Ordenshaus. Wegen der überzeugenden Zuverlässigkeit dieses Ordens und der extremen allgemeinen Notlage mit den vielen Einzelschicksalen von Kindern und Jugendlichen ließen wir in der Schreinerei unseres Projekt-partners der "Csibesz-Stiftung" 2001/2002 zum Gesamtpreis von 20.000 € alle Bauteile aus Holz und das Mobiliar fertigen. Mit diesem Auftrag war beiden mildtätigen Einrichtungen spürbar geholfen. Heute ist dieses klosterähnliches Bildungsinstitut gem. der gestellten Aufgabe mit großem Erfolg tätig.
Sie wurde zu einer Einrichtung, auf die infrastrukturell nicht mehr verzichtet werden kann. Durch Herrn Imre Kolumban, Direktor unserer Csibesz-Stiftung, haben wir uns erschöpfend und realitätsnah über die Lebenslage der Men-schen in und um Racaciuni informieren lassen. Seine Worte waren: "Die Menschen in Racaciuni sind noch viel ärmer als wir bei uns in Miercurea Ciuc. Die Familien dort haben bis zu 12 Kinder.
Diese Familien sind ganz bedürftig. Nicht einmal zum Essen haben sie genug. Die Arbeiter aus die-sen Familien gehen oder fahren mit Karren zur Stadt Bacau oder dem Umfeld und verdienen dort ganz wenig. Sie bleiben wochenlang von zu Hause weg und kommen mit sehr wenig Geld zurück. Einige kehren gar nicht zurück - es ist ein sehr trauriges Leben dort."
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Um das Jahr 2.000 errichtete Pater Manuel mit Ordenhilfe dieses Haus zur Umsetzung der guten Absichten. Wir statteten es mit Fenster, Türen und Mobiliar von der Schreinerei unserer Csibesz-Stiftung aus und halfen so beiden Einrichtungen für Bedürftige. |
Armut verhindert Bildung Infrastruktur und Hygiene
"Gut informiert von unseren Partnern, Imre Kolumban von unserer Ausbildungswerkstatt in Miercurea Ciuc und Pater Manuel prüften wir die Möglichkeit einer Projektrealisierung für eine Hilfeleistung in dem Elendsgebiet Racaciuni. Als diese vom Bundesministerium für gegeben entschieden war, reiste Herr Lakenberg zu unserer Ausbildungswerkstatt nach Miercurea Ciuc (lt. Seite 6) und besuchte mit Herrn Imre Kolumban unser Projekt in Racaciuni. Das geschilderte Bild bestätigte sich. Das größte Problem für die Bevölkerung ist der Arbeitsmangel. Hieraus resultiert die allgemeine Notlage. Neben den unglaublich dürftigen Unterbringungen in den armseligen Lehmbauten, aus denen Krankheiten verschiedenster Art entstehen, vermehrt zudem noch die nicht vorhandene ärztliche Versorgung diesen hohen Krankenstand. Allwöchentlich hospitiert einmal ein Arzt in einem der Dörfer. Dringende Fälle müssen in der Stadt Bacau oder Roman behandelt werden - 30 bis 40 km ohne Verkehrsmittel - für den Kranken ein Trauma - selten nur ist eine Behandlung hilfreich. Es entsteht frühes Sterben und Dahinvegetieren.
Berufliche Ausbildung ist die wichtigste Grundlage für die Stabilisierung der Zukunft
In dem geschilderten Grundniveau können motivie-rende Kräfte für eine kreative Mitgestaltung der eigenen Berufsausbildung nur schwerlich erwachsen. Der stabilisierende Familienhintergrund ist infolge der allgemeinen psychischen hohen Belastungen, die angestiegenen Zahl von Ehescheidungen, der hohe Alkoholgenuss, Gewalt in der Ehe - vor der die Kinder fliehen und zu Straßenkindern werden - keineswegs gegeben. Der Mangel an festen Arbeitsverhältnissen der Eltern und damit fehlender sicherer Familienversorgung ist zudem ein häufiger Grund des Familienverfalles. Des weiteren fehlen geeignete berufene Ausbildungsbetriebe aus Hand-werk und Wirtschaft. Nicht zu übersehen ist das große Manko in der Allgemeinbildung. Das größte Hindernis für eine erfolgreiche Berufsausbildung ist jedoch der desolate Zustand der Berufsschule, deren Lehrpersonal sich bemüht all diese Hindernissen mit pädagogischen Aufwand zu überwinden und trotzdem die Auszubildenden zu einer einfachen Berufsqualität zu führen … wir sehen in der Realisierung hierzu die Voraussetzungen zu schaffen, ein sehr nützliches Hilfsprojekt.
Struktur und Daten von Racaciuni
Racaciuni, 7.969 Einwohner, liegt etwa 25 km südlich von Bacau an der E 85.
Staatsbürgerschaften:
Rumänen: 96,9
Ungarn: 0,7 %
Ungar Roma: 1,7 %
Roma: 0,6 %
andere 0,1 %.
Gesamtgröße: 8.179 ha / Wald 2.544 ha.
Der Haupterwerb kommt aus der Landwirtschaft:
Anbaufläche ca. 4.000 ha / Wein- und Obstgärten 127 ha.
Die Gemeinde besteht aus:
Racaciuni: 3.204 Einw./ Zentrum
Fundu (Unter-) Racaciuni: 2.009 (hauptsächlich Ungarn)
Ghorge Doja 1.030 Einw.
Gisteni 1.255 Einw.
Ciucani: 389 Einw.
Rastoaca 82 einw.
Kindersterblichkeit: 10 - 15%
Nationalitäten:
rumänisch 7.727
Ungarn: 187
Zigeuner: 50
Italiener 5
Religionen: Orthodox: 3.799
katholisch: 4.086 / sonstige 84
Altersstruktur: Kinder: 1.839 / Erwachsene: 4.456 / Alte 1.674
Erwerbssituation: Arbeiter: 4.852 / Arbeitslose: 1.592 / Pensionäre 1.525
Berufsschulgebäude unbrauchbar - Lernmittel fehlen
Berufliche Bildung - eine REHA-Maßnahme für die Bewohner
Der Dorfbrunnen: Für Mensch und Vieh das einzig fließende Wasser
Straßen in Bruchstein/Freileitungen/Häuser zerfallen in Unterracaciuni
Ziel unseres Besuches war, nach vorhergehender Information durch Pater Manuel, bei der Gesamtrenovierung des Berufsschulsystems behilflich zu sein. Die Gemeindeverwaltung ist durch die dringend notwendigen verschiedenartigsten infrastrukturellen Maßnahmen gewaltigen Ausmaßes, weit überfordert und wird erst das Nötigste in den Ballungszentren erfüllen können und auch müssen.
Die Lage ist katastrophal, so Pater Manuel.
Mittel für die Renovierung werden in nächster Zeit nicht vorhanden sein. Wir besichtigten recht intensiv die brach liegende Berufsschule. Unsere Ermittlungen waren folgende: Der Baukörper bedarf einer gründlichen Aufarbeitung und eines Anstriches von außen. Die Innenräume sind in allen Bauteilen desolat, von den Decken und Wänden löst sich der Putz infolge Wassereintrittes, die Holzböden geben nach und brechen durch, die Verkabelung hängt als Freileitung in den Unterrichtsräumen, Fenster und Türen sind verschlissen, teilweise gebrochen und vollkommen winddurchlässig, Lernmittel sind nicht vorhanden, das Mobiliar ist zerbrochen, Werkzeuge, Muster und Übungsmodelle für Maurer, Elektriker, Näherinnen und Bürolehrlinge sind defekt, unbrauchbar oder gar nicht vorhanden. Eine Heizanlage ist teilweise defekt oder nicht existent. Die Toilette ist 100 Meter weit weg für ca. 450 Allgemein- und Berufsschüler im Freiland vorhanden. Sie ist eine gefährliche unhygienische Brutstätte für Krankheiten.
Foto-Dokumentation:
» Rumänien - Racaciuni




