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Reisebericht 2011

Liebe Leser; hier erfahren Sie wie ein Projektbesuch abläuft und wie wir neue Projekte finden...

Geschrieben von A. Lakenberg


Reisebericht über die Projektreise nach Miercurea Ciuc zu unserem Projektpartner Csibesz-Stiftung.

Reisende: Martin Trottenberg und Alfons Lakenberg

Reiseführer durch unser Besuchsprogramm in Rumänien: Direktor von der Csibesz-Stiftung, Herr Imre Kolumban und Leiter der Ausbildungswerkstatt, Herr Laszlo Rusz.

Anreise:
29.05.2011 - Der Flug von Dortmund nach Tirgu Mures verlief planmäßig. Wir wurden von Herrn Laszlo Rusz am Airport Tirgu Mures abgeholt und übernachteten in Miercurea Ciuc, in der Nähe der Csibesz-Stiftung.

30.05.2011 – Um 9:00 Uhr war eine Besprechung in der Klinik „Spitalul Judetean de Urgenta Miercurea Ciuc“ mit dem Klinikdirektor Herrn Dr. Demeter Ferenc und dem Chefchirurgen Herrn Dr. Laszlo Imre. Es ist vorgesehen drei von den vier OP-Tischen diesem Krankenhaus zu überlassen. Der erste Eindruck von dem Gebäudekomplex infolge der an der Front vollzogenen Dämmung und der Thermopan-Fenster sowie der soliden Farbgebung und Eingangsgestaltung erzeugte in uns eine positive Akzeptanz. Ergänzend hierzu ist beabsichtigt den momentanen OP-Bereich zweigeschossig aufzustocken. Diese Planung wurde durch eine Spende an das Krankenhaus von umgerechnet ca. 500.000 € möglich. Infolge unserer, dort in sehr gutem Ruf stehenden MAQUET Lafetten-OP-Tische, festigte sich die Absicht der Geschossergänzung. Die Raumgröße ist angemessen. Der Ersteinbau ist durch den OP-Tisch-Hersteller MAQUET geplant

Die weitere technische Ausstattung ist jedoch noch sehr dürftig. Trotz dieser Gegebenheit hinterlässt diese Klinik einen sehr sauberen und geordneten Eindruck. Gleiches trifft auch für die Versorgungseinrichtungen zu, die einen überzeugenden Erneuerungsschub erhalten. Anschließend stellte man uns die gelagerten OP-Tische mit Zubehör aus unserer Anlieferung vor. Wir konnten eine ordnungsgemäße Einlagerung bis zu deren Verwendungszeitpunkt in etwa 10 Monaten zur Kenntnis nehmen.


Von Herrn Dr. Laszlo wurden wir um eine Kücheneinrichtung und um OP- Werkzeuge gebeten. Wegen der großen Verschiedenartigkeit vereinbarten wir die Zustellung von Abbildungen, ggf. aus einem Fachkatalog.

Im Einzelnen wurde nochmals Bezug auf die bestehende Korrespondenz genommen. Nach den umfangreichen Gesprächen und der Betriebsführungen verließen wir diese Klinik mit einem sehr guten Gesamteindruck und einem zufriedenstellenden Gefühl diesem Haus den Großteil an technischen Einrichtungen aus unserer Hilfslieferung gestiftet zu haben.

30.05.2011 - Fortsetzung … kurz vor Mittag besuchten wir unser Projekt „Ausbildungswerkstatt“. Der Kraftfahrzeug-Reparaturbetrieb war gut beschäftigt. Alte Bekannte, Hunor und Botond, die 6 Wochen in der MAN Niederlassung Bochum in das Reparaturwesen eines Nutzfahrzeugs eingeübt wurden, sind dort die führenden Fachkräfte geworden.

Werkstatt 2011


Anschließend inspizierten wir die Csibesz-Schreinerei in der der Großteil der Textilien und Dinge des täglichen Lebens aus unserem Transport zum Zweck der Verteilung an die Bedürftigen zwischengelagert sind. Es ergaben sich keinerlei Beanstandungen.

Nachmittags machte uns Imre mit der neuen Heimleiterin „Schwester Antonetta“ in dem Franziskaner Heim in Frumoasa bekannt. Sie hat als Nachfolgerin der abberufenen legendären „Schwester Dolore“ einen schweren Stand es dieser Vorgängerin gleich zu machen – ihre Leistungen werden an denen von Schwester Dolore vorgegebenen bemessen werden. Das Erweiterungshaus für die Lebensvorbereitung benachteiligter Jugendlicher ist vollständig in Betrieb. Die Praxis zeigt es, die von Schwester Dolores festgelegten Strukturen sind persönlichkeitsnahe und erfolgreich sowie nutzvoll zum Wohle der Jugendlichen umsetschwester zbar.

31.05.2011 – Dienstag – 8:15 Uhr (Auszug aus dem Reisebericht)
Abfahrt nach Suceava im Nordosten Rumäniens zur „Fundatia Orbul Bartimeu“

Am 09.03.2011 erreichte uns ein Bittbrief von der o.g. Fundatia. In diesem Brief wurde vornehmlich auf die Hilfe für Blinde und sehbehinderte Menschen und deren Familien sowie Menschen in Not hingewiesen, für die sich dieser Verein 1994 gegründet hat.Infolge der Unbekanntheit verwiesen wir auf den momentanen, damals bevorstehenden Besuch bei der Csibesz-Stiftung. Wir baten Herrn Kolumban um eine Fahrt nach dort hin.

Morgens um 8:15 verließen wir unsere bescheidene Unterkunft mit dem Ziel Suceava. Gegen 13:00 trafen wir am Ort ein und wurden von dem Vorsitzenden, Herrn „Gheorghita Boghian“ durch die Innenstadt zu dem Domizil von Orbul Bartimeu gelotst.

Uns empfingen weitere drei Personen, die alle  überzeugend ihr Hilfegesuch zum Ausdruck brachten (Imre Kolumban übersetzte). Im Moment wäre aktuell ein Grundstück zu kaufen. Der Preis würde 30.000,00 € ausmachen. Hierauf würde man für die Durchführung der Arbeit mit vornehmlich behinderten Kindern und für weitere Bedürftige ein Gebäude errichten. Eigenes Geld stände im Moment nicht zur Verfügung.

Als wir eintrafen waren keine Kinder oder Behinderten in den Räumen. Als einziger Leumund wurde auf die Wirkungszeit von 16 Jahren hingewiesen und der vielen mildtätigen Tätigkeiten, die jedoch durch das Fehlen der betreffenden Blinden oder Bedürftigen nicht belegt werden konnten. Trotz glaubhafter Beteuerungen mussten wir ein Mitwirken ablehnen. Dieses insbesondere weil auch keine belegbare Vereinsgeschichte substanziell vorgewiesen werden konnte.

Etwa gegen 14:00 Uhr traf in dem Gesprächskreis der 85jährige blinde Mitbegründer ein der nach inständigen Bitten schon bald wieder gehen musste. Wir beendeten unser Gespräch mit einem aufrichtigen Bedauern. Man versprach uns die Zustellung überzeugender Informationen.

Herr „Gheorghita Boghian“ bat uns abschließend um die Finanzierung eines Kühlschrankes und um die Bezahlung der notwendigen Lebensmittel und Spezereien für die etwa 100 zu betreuenden Kinder behinderten (teilweise blinden) Kinder. Höflich und zurückhaltend fragte er nach unserer Unterstützung eines Halbjahrespensums von etwa 600,00 €. Wir sagten ihm diese Finanzierungen zu.

Gegen 20:15 trafen wir wieder in Miercurea Ciuc, in unserer Unterkunft ein.

01.06.2011 – Mittwoch – 8:00 Uhr

Der uns bekannte „Verein der Körperbehinderten aus dem Kreis Harghita“, Herr Fiko Csaba und sein Vertreter Alfonz hatte uns zu einem Gespräch hinsichtlich der geplanten Neubaumaßnahme gebeten. Der Verein hat mit zwei weiteren Organisationen einen „Europäischen Preis“ in Höhe von 500.000 € gewonnen, der jedoch noch in diesem Jahr dem Projekt zufließen können muss.

Aus diesem Grund ist es notwendig noch in diesem Jahr den Rohbau auf dem uns bekannten Bauplatz zu errichten. Das in Aussicht gestellte Preisgeld ist an die Erfordernis von Behinderten-Einrichtung gebunden. Diese sollen von dem „Verein für Behinderte …“ in den Neubau einfließen. Deshalb ist notwendig, den Neubau so weit fertig zustellen, dass diese Behindertenhilfen noch in diesem Jahr montiert werden können.

Die Bitte an uns ist ein Mitwirken bei der Plangestaltung und evtl. erforderliche  finanziellen Unterstützungen. Uns wurden zu diesem Zweck Zeichnungsentwürfe übergeben. Wir haben das Vorhaben mit Respekt zur Kenntnis genommen und unsere Unterstützung signalisiert.

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01.06.2011 – Mittwoch – 9:30 … wir setzten die Fahrt zum Krankenzentrum in Vlahita. Unsere Gesprächspartnerin war die Hauptassistentin Sandor Ilona.

Diese Einrichtung hinterließ von außen einen sehr bedürftigen Eindruck.

Im Innern prägte jedoch die Leiterin des Hauses mit ihrer Kreativität und vielseitigen Verfügbarkeit ein Heimleben, wie es sich manch einer wüschen würde. Sie führte uns durch die Pflegeräume mit den verschiedenartigen und schicksalsgeprägten vornehmlich alten Schwerstkranken. Man konnte in der Art Ihrer Darstellungen und Erklärungen sehen, dass Sie hoch motiviert und verfügbar für die ihr anbefohlenen  Pflegebedürftigen ist.  Sie bat um die Finanzierung eines PC-Druckers, gern erfüllten wir ihr diesen Wunsch.

Nach Beendigung dieses Besuches fuhr uns Laszlo Rusz nach Tirgu Mures, zum Flughafen.

 

 

 

 

 
Video - Interview


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