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Hunger - Armut - Überlebenshilfe für Unter Racaciuni in Ostrumänien (aktuell)

Der Zustand der kleinen Lehmhäuser bei vielen Familien in Unter-Racaciuni ist katastrophal. Desolate Fenster oder vernagelte Luken, gerissene, marode Türen, Fußböden aus Lehm, die Dächer sind undicht, an Hausstand sind wenige Töpfe und Geschirr. Schränke und Betten fehlen … doch am schlimmsten sind der Hunger und der katastrophale Ausbildungsnotstand.

Melanie Heine, Michael und Alfons Lakenberg reisten hin (auf eigene Kosten) um diese Situation zu sehen und so gut wie möglich der Not abzuhelfen
Es war eine Soforthilfe nötig- Mindesterfordernis: 80.000 €:
Um sicher zu gehen, dass diese lebensnotwendige Hilfe auch bei den Bedürftigen ankommt, haben wir ein wirksames Konzept entwickelt. Jede Familie erhält nach Prüfung am Ort durch unsere Partnerstiftung, die „Straßenkinder-Stiftung in Miercurea Ciuc“ Unterstützung gemäß der Erfordernis. Diese sieht wie folgt aus:

  1. In etwa 30 besonders stark betroffenen Familien erforderlich : Lebensmittel, Textilien u. Hygieneartikel
    sowie Renovierungsmaßnahmen und Mobiliar in den Lehmhäusern von 60 Familien (z.Z. noch Lehmfußboden)
  2. Maroder Zustand in fast allen Häusern, hier ist erforderlich: Fenster, Türen, Holzfußböden und Betten, diese werden von den Straßenkindern unserer Csibesz Stiftung gefertigt und dort eingebaut. Die Matratzen und Kissen fertigen die weiblichen Straßenkinder in der Näherei der Csibesz-Stiftung. Damit sind wir sicher, dass zielbewusst geholfen wird.

Ein schöner Effekt in dieser menschlichen Tragödie … Die Straßenkinder aus unserer Csibesz-Stiftung haben Beschäftigung, denn ihnen geht es nicht viel besser als den Familien in Unter-Racaciuni… und außerdem sind die gefertigten Holzwaren bei 30% preiswerter und dennoch von guter Qualität.
Dieses Konzept läuft sehr erfolgreich und ist durch uns permanent zu kontrollieren. Diese Lebenshilfe wird sich sicherlich bis Ende 2008 erstrecken. Weitere Finanzierer stehen nicht zur Verfügung. Wir allein schaffen die Finanzierung jedoch nicht.
Bitte helfen Sie diesen hungernden Kindern und Verarmten in Unter-Racaciuni.
Bis Ende 2007 half uns eine Partnerstiftung die Finanzierung aufrecht zu erhalten. Die Zukunft der dringenden Weiterführung dieser menschlichen Hilfe liegt im Ungewissen.
Der vertraute Leiter der Csibesz-Stiftung erzählt weiter: „Die Arbeiter aus diesen Familien gehen oder fahren mit Karren zur Stadt Bacau oder zu deren Umfeld und verdienen dort ganz wenig. Sie bleiben wochenlang von zu Hause weg und kommen mit sehr wenig Geld zurück. Einige kehren gar nicht zurück – es ist ein sehr trauriges Leben dort …“
Die allgemeine Lage ...im Vordergrund der Problematik standen der Hunger und die Armut in den Großfamilien mit 5 bis 12 Kindern. Die Ursache hierfür ist die fehlende Arbeit. Gewerbebetriebe sind nicht ansässig. In der kargen Landwirtschaft ist der Lebensunterhalt für die Familien nicht zu erwerben. Die hygienischen Zustände sind erschreckend. Eine ärztliche Versorgung gibt es in den Dörfern nicht und diese wäre auch nicht zu bezahlen. Ein Kranker kann nur 40 km entfernt in Bacau behandelt werden; den Weg legt er mit Eselkarren oder zu Fuß zurück. Wenn in dieser Situation noch der Familienernährer stirbt oder wegen psychischer Überbelastung oder Alkoholismus die Familie verlässt, ist die gesamte Familie der Wohltat der Dorfbewohner, die selbst wenig haben, ausgeliefert. Häufig leben im gleichen Haushalt noch mittellose Großeltern, die der Pflege bedürfen. Neben dieser Problematik ist nur das Geringste für die Kinder wie gereinigte Kleidung, eine kleine Freude … nicht bezahlbar.

Berufliche Ausbildung ist die wichtigste Grundlage für die Stabilisierung der Zukunft

In dem geschilderten Grundniveau können motivierende Kräfte für eine kreative Mitgestaltung der eigenen Berufsausbildung nur schwerlich erwachsen.
Die marode Berufsschule ist keine Grundlage zur theoretischen Begleitung der praktischen Berufsausbildung. In gleich schlechtem bautechnischem Zustand sind die praktischen Übungsräume bei zudem noch fehlenden, defektem oder veralterten Arbeitsgeräte. Es ist höchst dringend erforderlich diese Berufsausbildung in allen genannten Basisfaktoren zu renovieren, bez. mit Neuanschaffungen auf ein ausbildungsfähiges Niveau zu bringen. Ausbildungsanwärter und freie Arbeitsplätze warten auf Hilfe. Ohne angemessene Aufbesserung ist keine Grundlage für eine zumindest mittelfristig gesicherte Ausbildungsbasis gegeben. Nach unserer Empfindungen ist das Lehrpersonal qualifiziert und auch motiviert zu einem neuen Anfang.

Im Jahr 2008 sind im Hinblick auf die bedrohlich steigende Tendenz der berufslosen Jugendlichen dringend schnell wirkende Detailmaßnahmen zu installieren – ansonsten versinkt die Jugend in und um Racaciuni in noch größerer Not mit ihren Auswirkungen.

 
Video - Interview


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